10. Dezember 2009

Video: "Integrale Lebenspraxis" auf Jetzt-TV

"Integrale Lebenspraxis - Leben in Freiheit und Fülle"

In diesem vierten Vortrag von Dennis Wittrock im Rahmen des Integralen Forums geht es um die praktische Anwendung und die Ergebnisse integraler Praxis anhand von Ken Wilber.

Video Teil 1:

Was ist AQAL? Die fünf Komponenten des Modells; die Vier Quadranten; die vier Quadranten im Alltagsleben angewendet; Selbst, Kultur und Natur; alle Dimensionen mit einbeziehen; das Gegenteil von ILP anhand von vier Karikaturen; der Sportler; der Meditierende; der Psychologe; der Philosoph; drei integrale Überzeugungen; die ILP-Module (body, mind, spirit, shadow); warum Praxis im Körper-Modul? Gesundheit/ Fitness; Stärkung des relativen Vehikels; Lebensfreude /Energie

Teil 2:

Warum Praxis im Geist-Modul? Perspektivübernahmen; gute Landkarte der Wirklichkeit; warum Praxis im Seele-Modul?; Weisheit und Mitgefühl; Erwachen; warum Praxis im Schatten-Modul? Destruktive Muster erkennen; regelmäßige Psychohygiene; die Module als Linien der Entwicklung betrachtet; die Zustände des Bewusstseins; die drei Körper (grob, subtil, kausal); Training in den drei Körpern; veränderte Bewusstseinszustände; das Ziel von ILP; Synergie-Effekte durch integrales Cross-Training

Teil 3:

Das Praxis-Büffet ist angerichtet; ein Auswahl von Praktiken der Transformation; Praktiken aus dem Körper-Modul; Fitness; Ernährung; Schlaf; jeweils Scan der aktuellen Praxis: was mache ich bereits?; Praktiken aus dem Geist-Modul; Lesen und Studieren; Diskutieren; Rätsel lösen; Praktiken aus dem Seele-Modul; Meditation; Gebet; 1-2-3 of God; Praktiken aus dem Schatten-Modul; Tagebuch; Psychotherapie, Zwiegespräche; der Schatten des Schatten-Moduls

Teil 4:

ILP-Zusatzmodule; "Warum-Cross-Training?" Einige Beispiele; Empfehlungen des ILP Teams; Praxis und vermeintlicher Zeitmangel; Leitlinien zur Etablierung einer persönlichen ILP; Rahmen: Vorbilder identifizieren; tägliche Kernpraktiken; Synergien nutzen; Intention/ Absicht: Praxis Affirmation, realistische Ziele; Verpflichtung: Vertrag mit sich / Community; Durchhaltevermögen; Sichtbarkeit etablieren; Anpassung der Praxis an Lebensphasen; Entwurf des eigenen Plans; Geduld, Hingabe, Achtsamkeit, Humor und Freude in der Praxis; Suchtgenesung mit ILP; Ergebnisse integraler Praxis anhand von Ken Wilber

->Link zu allen Videos der KW Vortragsreihe auf Jetzt-TV<-


6. Dezember 2009

Bei Wilber geht die Liebe durch den Geist


In meiner Arbeit im integralen Feld ist mir schon oft das Vorurteil begegnet, dass die Integrale Theorie, wie sie von Ken Wilber vertreten wird ziemlich verstandesmäßig und daher „verkopft“ sei. Auch hört man immer mal wieder Sätze wie „das ist mir zu kalt, da fehlt mir das Gefühl und die Liebe“. Integrale Theorie ist in diesem Sinne nicht so leicht von jedem Gefühlsdus(s)el im Sturm zu erobern und bedarf gewissermaßen einiger „Liebesmüh“ um in sie einzudringen und ihren Wert erkennen zu können. Der Spruch „Liebe geht durch den Magen“ ist ja hinlänglich bekannt. Ich möchte ergänzen „...und durch den Geist“. Wilbers Liebe geht vor allem durch den Geist. Sie spricht aus der weiten Umarmung der größtmöglich denk- und erfahrbaren Anzahl von Dimensionen, und Perspektiven, die – gereinigt von Nebensächlichkeiten, Absolutismen und Enggeistigkeit – in ihrer Essenz der ganzen Welt anmutig als Geschenk dargeboten werden. Die Anmut spricht aus der Tatsache, dass Wilber uns keinen bloßen Haufen seiner liebsten Wissensfundstücke überlässt, sondern ein exquisites, ineinandergreifendes System, das sowohl ein eigenes Ganzes, als auch ausbaufähig ist.
Soviel zur Liebe, die ich – kunstvoll verpackt im begrifflichen Geschenkpapier – implizit in der integralen Theorie selber wahrnehme.