24. Dezember 2006

Das Erhabene


Frisch fertig:

eine Hausarbeit von mir zum Thema: "Das Erhabene"

abstract:

Die Arbeit untersucht den Begriff des Erhabenen ausgehend von Kant, über Schiller, Hegel und Schopenhauer. Anschließend differenziere ich den Begriff des Erhabenen auf zwei Ebenenen ("relative" und "absolute Erhabenheit") anhand des integralen Modells von Ken Wilber.

link zum download einer PDF version des Textes:
http://s24.quicksharing.com/v/3117173/Das_Erhabene,_D.Wittrock.rtf.pdf.html

-einfach draufklicken oder mit copy+paste in die Adresszeile des Browsers kopieren-

Man gelangt auf eine Seite mit Google-Anzeigen. Der Download erfolgt von hier aus über das Anklicken des grauen Schriftzuges "Download File" in der oberen linken Ecke.

enjoy!

27. November 2006

Poesie aus dem 21. Jahrhundert

hier eine poetische Reflektion über meinen Internet-Alltag




Lost in Cyberspace

Wir klicken hier und klicken da
-und sind nie ganz da

Informationsorgasmen flickern durch Neuronennetze
Entschuldigung: „fickern durch Gedankennetze“

distraction in abstraction:
ein digitales Wurmloch, das dir Zeit und Aufmerksamkeit herauslutscht.

Der Körper sitzt da
Der Geist hat ihn längst verlassen.
Da soll noch einer sagen: beide sind untrennbar verbunden

-alles bloss erfunden

Bloggen, googeln, mailen, surfen, skypen, chatten
legen dich in unsichtbare Ketten
aus Bits und Bytes
klicks und hyper-
links oder -rechts
hyper-oben und hyper-unten

hoffentlich hat dein Lebens-Browser eine Rückwärtstaste.

22. November 2006

Top-Down und Bottom-Up bei integralen Salons in Amerika und Europa

In dem Video von Gary Stamper aus dem integralen Salon Seattle werden Fragen gestellt, die auch für die Entwicklung der deutschen Szene interessant sind.



Das I-I hat bisher eher einen Top-Down Ansatz in Bezug auf die sich entwickelnden integralen Salons in Amerika vertreten, d.h. dass sie die ganze Bewegung tendenziell eher zentralistisch aus dem "Epi-Zentrum" in Boulder zu steuern versucht hat.

Mit dem Holacracy- bzw. Sociocracy-Ansatz ("Soziokratie" nach Gerard Endenburg), wie er u.a. von Brian Robertson vertreten wird, soll nun eine Organisationsform implementiert werden, die die Impulse besser von der Ebene der lokalen Salons nach oben auf die Ebene der allgemeineren Steuerung bringt -in Amerika seitens des Integral Institutes- im deutschsprachigen Europa wäre dies seitens des Integralen Forums zu überlegen. In Europa kam zunächst eine starke, organische bottom-up Bewegung, die dann zu der Gründung einer Dachorganisation geführt hat. In Amerika war bisher die andere Variante von oben nach unten prägend.

Gründe für diese unteschiedlichen Entwicklungsausrichtungen der europäischen und der amerikanischen Szene sind vermutlich u.a. beonders in unteren, rechten Quadranten zu suchen: die räumlichen Distanzen in Amerika machen einen Vernetzung auf persönlicher (und nicht bloß virtueller) Ebene wie etwa in Deutschland weitaus aufwendiger und somit unwahrscheinlicher.

Spannend bleibt die Frage, wie europäische und amerikanische integrale Strömungen in den kommenden Jahren auf der Orga-Ebene zueinanderfinden werden. Hier müssen kulturelle Identitäten und Vorlieben einerseits transzendiert, aber auch eingeschlossen werden.

14. November 2006

"Integrale Spiritualität - Die Kraft des Dialogs" Herbstakademie in Frankfurt

Eindrücke von der Herbstakademie

War gerade mit Steffi in Frankfurt bei einem integralen Event in der 'anthroposophischen Enklave' Niederursel. Dort kamen Vertreter von drei konvergenten Geistesströmungen zusammen, um über Ken Wilbers neues Buch "Integral Spirituality" zu diskutieren.

Anwesend waren Vertreter der "Integralen Initiative Frankfurt" (Sonja Student, links im Bild), dem progressiv-anthroposophischen Magazin "Info3" (Jens Heisterkamp, mitte) sowie Repräsentanten des spirituellen Magazins "what is enlightenment?" (Tom Steininger, rechts). Ken Wilber, Rudolf Steiner und Andrew Cohen im Trialog, quasi.

Neben Podiumsdiskussionen und Workshops zu den zentralen Themen des Buches gab es ein schönes Kulturprogramm mit einer gemeinsamen, bildhauerischen Kunstperformance, sowie mit dem Auftritt von "Cosmic Groove", einer jungen Tanz- und Videoperformance-Gruppe aus London (auch bekannt als "Neosonic").

Positiv zu vermerken ist auf alle Fälle die Offenheit der drei anwesenden Richtungen füreinander und die Erkundung der Gemeinsamkeiten. Wieder einmal hat Ken Wilbers AQAL Modell einen geräumigen Rahmen und eine gemeinsame Sprache geboten, die eine höhere Integration dieser verschiedenen Impulse erst möglich machte.

Tom Steininger -Chefredakteuer des "What is Enlightenment?" Magazins

7. November 2006

Besucht mich auf Zaadz.com

Mein Profil auf Zaadz

Kennt ihr schon Zaadz.com ? Nein?

Das ist eine Social-Networking-Site wie MySpace.com oder Studiverzeichnis.de nur auf integral, sozusagen. Zaadz will Samen säen, um die Welt zu verändern.

Let's change the world. Macht mit.

Mein Profil findet ihr hier:
http://denniswittrock.zaadz.com/

The Headless Way: Douglas Harding

Check out Douglas Harding!!!



Link: www.headless.org

6. November 2006

Jordan Gruber bringt's auf den Punkt




Jordan Gruber (Enlightenment.com) äußert sich auf der Frank Visser Seite über "seinen Ken" und ich kann mich seinen Worten voll und ganz anschließen. Auch ich gehe gerade durch eine Phase der kritischen Würdigung von Ken Wilber und seiner Arbeit - dadurch für mich die persönliche Relevanz in dieser Angelegenheit.

Dieser Link führt euch zu seinem Aufsatz "Beyond my Ken". Ein heilender Text.

http://www.integralworld.net/index.html?gruber.html

4. November 2006

out now: integrale perspektiven 04



Die neue Ausgabe ist erschienen mit einem Beitrag von mir und gleich zweien von Steffi.

Ich berichte von ILP Seminar in San Francisco und Steffi vom Auftritt von iMove beim Studentenforum Oldenburg. Zudem hat sie einen Artikel über aktuelle Ergebnisse der Meditationsforschung geschrieben.

check it out: Zeitschrift "integrale Perspektiven"

22. Oktober 2006

Integrales Seminar an der Uni Oldenburg

Das Team: Ich, Peter Gottwald und Steffi

wann: Montags, 16-18h

wo: A6, Raum 111 (Funktionsraum 1), Uni Oldenburg

und sonst: 18-20h Zazen im Raum der Stille, ebenfalls Montags


Themen: Wir werden -von Gebser und Wilber ausgehend- andere, konvergente integrale Strömungen untersuchen und diskutieren.

unser mailverteiler für Seminarinfos auf Yahoo-groups.de:


alt="Hier klicken, um beizutreten!">
Hier klicken, um integralesseminar beizutreten.



link: http://de.groups.yahoo.com/group/integralesseminar/

14. Oktober 2006

Tagung der Jean Gebser Gesellschaft in Augsburg

Steffi und Karin Gottwald im Zug

Steffi und ich sind neulich von unserem Freund Peter Gottwald zur Tagung der Jean Gebser Gesellschaft in Augsburg eingeladen worden, wo wir einen Job als Empfang übernommen haben.

Peter und ich

Hier einige fotografische Eindrücke von der Tagung, die in einem christlichen Bildungszentrum, im "Haus St.Ullrich" in Augsburg stattfand. Zeitgleich war die Investitur (zum Ritter schlagen) des Ritterordens der Grabritter zu Jerusalem als Veranstaltung im selben Hause. Eine bizarre Mischung: hier die Keime des Neuen, dort der Moder des Althergekommenen...

Peter, verfolgt vom Fluch der Ritter

Tagungsbüro und Empfang

Wir sind in München untergekommen bei Susanne Manz, hier im Gespräch mit Peter:

Peter und Susanne

Die Teilnehmer der Tagung entstammen größtenteils einer anderen Generation als übliche Klientel beim Integralen Forum, im Durchschnitt sind sie etwas 'gesetzter' - und nicht nur weil viele von ihnen Zen praktizieren. ;-)

Blick in die Runde

20. September 2006

Pointing out instructions



Beginne an einem Ort der Liebe, der Freude, der Wachheit. Beginne bei der Erleuchtung und gehe von dort aus auf deinen Weg.

Denn was heißt "Erleuchtung" anderes als ganz jetzt hier gegenwärtig zu sein? Mit dem Atem, mit den Gedanken, Gefühlen und Empfindungen dieses Augenblicks ganz da zu sein. Alle Meister sagen, daß das das Ziel ist, welches immer schon verwirklicht ist. Insbesondere jetzt und hier. Warum also nicht am Ziel beginnen? Erleuchtung ist nicht getrennt von diesem Augenblick, also warum nicht gleich in diesen Zustand eintauchen und aus ihm heraus leben? Es führt kein Weg zum Frieden ("Was wir Weg nennen ist bloß Zögern" - Kafka). Frieden ist der Ausgangspunkt. Jetzt ist der Ausgangspunkt. Unvermeidlich. Jetzt ist das Ziel. Unvermeidlich. Unmöglich zu vermeiden!

Beginne am Ziel deiner Wünsche. Alle weltlichen Wünsche sind ohnehin nur verzerrte Repräsentationen des Wunsches zu erwachen zu diesem Moment. Leg' das also besser gleich zur Seite und beginne am wahren Ziel deiner Wünsche. Sei einfach all die Qualitäten derer du dich die ganze Zeit über durch dein Sehnen beraubt hast. Sag der Welt, wer und was du bist - warte nicht mehr darauf, dass sie dir ihre Version mitteilt.

Liebe ist nicht das Ziel, Liebe ist der Weg. Glück ist nicht das Ziel, Glück ist der Weg. Erleuchtung ist nicht das Ziel, Erleuchtung ist der Weg.

Es gibt keinen Weg, sondern nur eine Entscheidung, die du immer jetzt zu treffen hast. Dann wirst du auch Hakuin verstehen: "Hier und jetzt ist Reines Land und dieser Leib hier ist nichts anderes als Buddha."

Wahrheit ist wo DU bist, mithin nirgendwo nicht - denn du bist nirgendwo nicht.

Was auch immer dein Ziel war: beginne an einem Ort, der diese Qualität hat. Frage nicht, wo dieser Ort ist, oder wie du dorthin gelangen kannst: "hier und jetzt ist Reines Land". Such auch nicht nach dem Ort an dem es ein Verstehen dieser Worte gibt. Weigere dich einfach diesen Augenblick zu verlassen, weigere dich weiter zu suchen.

Laß es einfach mal für einen Moment ruhen und spüre deinen Atem, ein und aus, ein und aus, ein und aus. Darum geht's. Einfach so. Nichts weiter dahinter. Keine Tricks und Kniffe mehr. Du bist am Ziel. Es gibt nichts zu tun oder zu lassen. Von hier aus beginne.

Der Zweifel mag sagen: "Aber ich bin nicht am Ziel!" Untersuche diese Annahme und anschließend probiere einfach mal aus, was es in dir bewirkt zu sagen: "Ich hab's geschafft. Es ist vollbracht. Ich bin hier angekommen. Ich bin am Ziel meiner Wünsche. Jetzt muß ich nichts weiter tun. Ab jetzt ist jede weitere Tat ein kreativer Akt der Freiheit, der meiner eigenen wachen Entscheidung entspringt, ganz gleich was ich als nächstes tue."

Mach es zum Experiment und schau wie du handelst und was sich daraus für dich ergibt.

5. Mai 2006

"Integral Leben"- Vortrag und Workshop

Liebe Freunde der integralen Lebensgestaltung,

Stefanie und ich sind zurück von unserem dreimonatigen Auslandsaufenthalt in Boulder, Colorado(www.bouldertrip.blogspot.com) und haben eine Menge Material für euch im Gepäck. Allem voran der Spirit und das Know How von dem fünftägigen "Integral Life Practice" Seminar, das wir in San Francisco besuchen konnten.

Integral Leben:

Am nächsten Wochenende werden wir zusammen mit unserem Freund Max Peschek hier in Bremen einen Vortrag mit anschließendem Workshop veranstalten, bei dem wir euch das Handwerk und die Kunst der systematischen Etablierung einer integralen Lebenspraxis (ILP) für euer eigenes Leben nahebringen wollen.

Vorab nur soviel: "Integral leben" bedeutet mit Körper, Geist, Schatten und Spirit ein bewusstes 'Cross-training' zu betreiben, um maximale Gesundheit und Wohlbefinden zu behalten und gleichzeitig den Horizont für alle Arten von Transformation und Wachstum zu öffnen.

Wir werden die sogenannten "Gold-Star-Practices" vorstellen, die am Integral Institute für ILP entwickelt worden sind - dies sind besonders effektive und einfache Praktiken der Transformation in den oben genannten Bereichen (z.B. Focused Intensity Training, 3-2-1 Process, Integral Inquiry, Big Mind Process, etc.)

Am Ende des Workshops werdet ihr eine realistische Vision für eure ganz persönliche integrale Lebenspraxis entwickelt haben, die ihr dann in die Tat umsetzen könnt. Wir leisten euch die nötige Starthilfe dafür.

Preise:

Vortrag 10 EUR , Workshop (inklusive Vortrag) 85 EUR

ermäßigtigt für AK Ken Wilber Mitglieder jeweils 5 EUR und 75 EUR


Hinweis: Die Preise gelten als Richtwerte für normal Erwerbstätige. Niemand, der ernsthaft an der Teilnahme interessiert ist, sollte sich davon abschrecken lassen. Auf Anfrage können individuelle Lösungen mit den Teilnehmern (insbesondere mit Studenten und Geringverdienern) gefunden werden. Meldet euch einfach bei Steffi [tangeten (at)web.de], Max [peschek.max (at)t-online.de] oder direkt bei mir [dennis_wittrock (at) yahoo.de].

Zeit und Ort:

Freitag 12. Mai, Vortrag 20 Uhr

Samstag 13. Mai, Workshop 9.30 -18 Uhr

La Milonga Studios, Stader Straße 35, Bremen


Hinweis: Vortrag und Workshop können auch getrennt voneinander besucht werden.

Für diejenigen unter euch, die von auswärts anreisen, gibt es die Möglichkeit der Übernachtung direkt am Veranstaltungsort gegen einen minimalen Unkostenbeitrag.

Meldet euch am Besten gleich an, sobald ihr euch entscheidet zu kommen. Das hilft uns bei der Planung des Workshops.

mit herzlichen Grüßen,

Dennis

mobil: 0178 - 30 200 78

8. Februar 2006

Live aus Boulder


Hi Leute,
auf diesem Blog hier passiert momentan gerade nicht viel, da ich mit Stefanie zum Volunteering am I-I in Boulder bin.

Dafuer passiert HIER viel www.bouldertrip.blogspot.com

enjoy!

17. Januar 2006

mein Leserbrief zum FOCUS-Leitartikel

Hallo Leute,

mein Leserbrief zu dem unten erwähnten Artikel erschien kürzlich im FOCUS (Ausgabe Nr.2 vom 09.01.06.)

Ich schrieb folgenden Text an die Redaktion:

Glückwunsch zu ihrem no-nonsense Artikel über neue Formen der Spiritualität jenseits von kirchlichem Dogma und infantilisierender Religion. So ist ihr Artikel trotz all seiner süffisanten (und berechtigten!) Distanz zu Phänomenen etwa innerhalb der Satsang-Szene differenziert genug geschrieben, um diese neuartige Geistesströmung nicht in Bausch und Bogen ablehnen zu müssen. Er ist geradezu bahnbrechend, denn er schlägt eine Bresche für Spiritualität in den Mainstream. Spiritualität gründet im Gegensatz zu bloßer Religion (Dogmen) auf Erfahrbarkeit und konkret gelebter Praxis. Hierdurch ist Nachprüfbarkeit und Vereinbarkeit mit Wissenschaft möglich, die auch Theoretiker wie Ken Wilber ausbuchstabieren - ein visionärer Lichtstreifen am Horizont post/moderner Verzweiflung.


Daraus ging dann folgender (gekürzter) Text in den Druck:

Glückwunsch zu ihrem no-nonsense Artikel über neue Formen der Spiritualität jenseits von kirchlichem Dogma und infantilisierender Religion. So ist ihr Artikel trotz all seiner süffisanten (und berechtigten!) Distanz zu Phänomenen etwa innerhalb der Satsang-Szene differenziert genug geschrieben, um diese neuartige Geistesströmung nicht in Bausch und Bogen ablehnen zu müssen. Er ist geradezu bahnbrechend, denn er schlägt eine Bresche für Spiritualität im Mainstream.


Daneben fanden sich keine weiteren Leserbriefe. Es hätten mich auch die Gegenmeinungen interessiert, die es bestimmt auch gegeben hat...